Ruhig üben

Qi Gong 18 Übungen für Anfänger: klare Reihenfolge

Qi Gong 18 Übungen für Anfänger ist eine ruhige Folge, die häufig als Shibashi bezeichnet wird. Anfänger müssen nicht sofort alle 18 Formen auswendig können: Lernen Sie drei Blöcke mit je sechs Bewegungen und üben Sie zunächst langsam.

Kurz zusammengefasst
  • 18 Bewegungen in 3 Lernblöcken
  • 15 bis 25 Minuten für die ganze Folge
  • Atmung nicht erzwingen
  • Erst Reihenfolge, dann Feinheiten

Qi Gong 18 Übungen für Anfänger: so lernen Sie die Folge

Teilen Sie die Folge in drei Abschnitte. Block eins beruhigt und öffnet den Oberkörper, Block zwei verbindet Arme und Gewichtsverlagerung, Block drei führt die Bewegung wieder zur Mitte. Üben Sie einen Block mehrere Tage, bevor Sie den nächsten ergänzen.

Übungen 1 bis 6: ankommen und öffnen

1. Das Qi wecken. 2. Die Brust öffnen. 3. Einen Regenbogen malen. 4. Wolken teilen. 5. Arme zurückrollen. 6. Auf dem See rudern. Halten Sie Knie und Ellbogen weich und lassen Sie den Atem natürlich fließen.

Übungen 7 bis 12: drehen und verlagern

7. Den Ball zur Sonne heben. 8. Den Mond anschauen. 9. Handflächen schieben. 10. Wolkenhände. 11. Den Meeresboden schöpfen. 12. Wellen schieben. Die Schritte bleiben klein; zuerst zählt die sichere Gewichtsübertragung.

Übungen 13 bis 18: sammeln und abschließen

13. Die Taube breitet die Flügel aus. 14. Fauststoß. 15. Flug der Wildgans. 16. Das Rad drehen. 17. Den Ball prellen. 18. Das Qi beruhigen. Beenden Sie die Folge mit zwei stillen Atemzügen und beobachten Sie, ob Schultern und Kiefer locker sind.

Häufige Anfängerfehler

Zu große Schritte, angehaltene Atmung und hochgezogene Schultern machen die Folge unnötig schwer. Verkleinern Sie jede Bewegung so weit, dass sie ruhig bleibt. Die Namen sind Gedächtnishilfen, keine Prüfung.

Qi Gong 18 Übungen für Anfänger richtig vorbereiten

Ein guter Übungsplatz ist unspektakulär: ungefähr zwei Armlängen freie Fläche, rutschfester Boden, bequeme Kleidung und bei Bedarf ein stabiler Stuhl ohne Rollen. Stellen Sie Telefon, Haustiernäpfe und lose Teppichkanten aus dem Weg. Wer eine Brille für den sicheren Stand braucht, trägt sie auch beim Üben. Trinken Sie vorher ein wenig Wasser, aber beginnen Sie nicht direkt nach einer großen Mahlzeit.

Qi Gong 18 Übungen für Anfänger richtet sich besonders an Anfänger, die die Shibashi-Folge ohne Zeitdruck und ohne Überforderung lernen möchten. Der Maßstab ist nicht, wie groß oder elegant eine Bewegung aussieht. Entscheidend ist, dass Sie jederzeit ruhig atmen, die Richtung kontrollieren und ohne Schwung wieder in die Ausgangsposition zurückfinden. Ein kleiner, sauberer Bewegungsweg ist wertvoller als eine große Bewegung mit Unsicherheit.

Qi Gong 18 Übungen für Anfänger Schritt für Schritt

  1. Das Qi wecken: Heben Sie beide Hände bis Brusthöhe und lassen Sie sie wieder sinken. Die Knie federn nur minimal mit.
  2. Die Brust öffnen: Öffnen Sie die Arme seitlich und führen Sie sie vor der Brust zusammen, ohne die Schultern hochzuziehen.
  3. Einen Regenbogen malen: Verlagern Sie das Gewicht und führen Sie einen Arm bogenförmig über den Kopf. Bleiben Sie mit der Bewegung klein.
  4. Wolken teilen: Kreuzen Sie die Hände vor dem Körper und öffnen Sie sie diagonal, als würden Sie einen Vorhang auseinanderziehen.
  5. Arme zurückrollen: Drehen Sie die Handflächen nach außen und führen Sie die Ellbogen weich zurück. Der Brustkorb bleibt entspannt.
  6. Auf dem See rudern: Führen Sie die Arme in einem ruhigen Kreis nach vorn und zurück. Beugen Sie den Rücken dabei nicht tief.
  7. Den Ball zur Sonne heben: Heben Sie einen gedachten Ball diagonal an und folgen Sie ihm mit den Augen, ohne den Nacken zu überstrecken.
  8. Den Mond anschauen: Drehen Sie Taille und Kopf gemeinsam. Die Knie zeigen weiter in Richtung der Zehen.
  9. Handflächen schieben: Schieben Sie eine Hand nach vorn, während die andere zur Taille zurückkehrt. Wechseln Sie langsam die Seiten.
  10. Wolkenhände: Lassen Sie die Hände auf zwei Höhen aneinander vorbeiziehen. Die Taille führt, die Arme folgen.
  11. Den Meeresboden schöpfen: Senken Sie die Hände nur bis zu einer bequemen Höhe und richten Sie sich aus den Hüften wieder auf.
  12. Wellen schieben: Verlagern Sie das Gewicht nach vorn und zurück, ohne das vordere Knie über die Zehen zu drücken.
  13. Die Taube öffnet die Flügel: Öffnen Sie die Ellbogen nach außen und schließen Sie die Arme wieder vor der Brust.
  14. Sanfter Fauststoß: Bilden Sie lockere Fäuste und stoßen Sie ohne Kraft nach vorn. Kiefer und Schultern bleiben gelöst.
  15. Flug der Wildgans: Heben und senken Sie die Arme wie Flügel. Die Bewegung bleibt fließend und langsam.
  16. Das Rad drehen: Zeichnen Sie mit beiden Händen einen großen Kreis vor dem Körper, ohne ins Hohlkreuz zu gehen.
  17. Den Ball prellen: Heben Sie abwechselnd eine Ferse und die gegenüberliegende Hand. Nutzen Sie bei Bedarf einen Stuhl.
  18. Das Qi beruhigen: Führen Sie die Hände dreimal langsam nach unten und beenden Sie die Folge mit ruhigem Stehen oder Sitzen.

Üben Sie jede Bewegung zunächst einzeln. Sechs Wiederholungen reichen meistens aus. Erst wenn Anfang und Ende klar sind, verbinden Sie zwei Bewegungen miteinander. So bleibt genug Aufmerksamkeit für Füße, Knie, Atmung und Gleichgewicht. Bei einseitigen Übungen werden beide Seiten in derselben ruhigen Anzahl geübt.

Vier Wochen ohne Überforderung

Lernen Sie in Woche eins nur die Übungen 1 bis 6, in Woche zwei 7 bis 12 und in Woche drei 13 bis 18. Woche vier verbindet die Blöcke ohne Leistungsdruck. Der Wochenplan ist absichtlich zurückhaltend. Wiederholen Sie eine Woche, wenn die Folge noch nicht vertraut ist. Ein ausgelassener Tag wird nicht durch eine doppelt lange Einheit nachgeholt.

ZeitraumDauerSchwerpunkt
Woche 15–8 MinutenHaltung, Atem und die ersten vier Bewegungen
Woche 28–12 MinutenBewegungen wiederholen und Übergänge langsam lernen
Woche 312–18 MinutenSitzende und stehende Varianten passend kombinieren
Woche 415–25 MinutenEine vollständige Folge in ruhigem Tempo üben

Atmung, Haltung und Bewegung verbinden

Die Atmung soll leise und frei bleiben. Viele Bewegungen öffnen sich angenehm beim Einatmen und schließen sich beim Ausatmen, doch diese Zuordnung ist keine Pflicht. Wenn Sie über den Atem nachdenken müssen oder Luft anhalten, kehren Sie sofort zum natürlichen Rhythmus zurück. Die Wirbelsäule bleibt lang, aber nicht steif; das Brustbein wird nicht vorgeschoben und der untere Rücken nicht ins Hohlkreuz gedrückt.

Die Knie zeigen möglichst in dieselbe Richtung wie die Zehen. Bei einer Gewichtsverlagerung bewegt sich zuerst der Körperschwerpunkt, danach wird der freie Fuß versetzt. Drehen Sie nie hastig auf einem voll belasteten Knie. Diese einfache Reihenfolge macht Übungen Qi Gong Anfänger-tauglich und hilft auch beim späteren Wechsel zu Tai Chi oder Taiji.

Für wen ist die Routine nicht geeignet?

Die vollständige Folge ist nicht für Tage mit akutem Schwindel, Fieber, starken Gelenkschmerzen oder deutlicher Erschöpfung gedacht. Dann ist ein kurzer Atemabschluss die bessere Wahl.

Auch an normalen Tagen gilt: stechender Schmerz, Druck auf der Brust, plötzliche Atemnot, Sehstörungen oder starker Schwindel sind Gründe, sofort aufzuhören. Setzen Sie sich sicher hin und holen Sie bei anhaltenden Beschwerden medizinische Hilfe. Muskelwärme oder eine leichte Anstrengung dürfen auftreten; Gelenkschmerz ist dagegen kein sinnvolles Trainingsziel.

Häufige Fehler bei Übungen Qi Gong Anfänger

Im Sitzen, am Stuhl oder frei stehen

Fast alle Armbewegungen lassen sich auf einem Stuhl ausführen. Sitzen Sie auf der vorderen Hälfte der Sitzfläche, stellen Sie beide Füße vollständig auf und lehnen Sie sich nicht dauerhaft an. Eine Gewichtsverlagerung wird im Sitzen als kleiner Wechsel zwischen den Sitzbeinhöckern geübt. Beim freien Stehen bleibt der Stuhl zunächst seitlich in Reichweite.

Wer morgens steifer ist, beginnt mit Schulterkreisen und kleinen Handbewegungen. Wer abends übt, verkleinert die Schritte und lässt den Abschluss länger dauern. So kann dieselbe Folge aktivierend oder beruhigend wirken, ohne dass ständig neue Übungen gelernt werden müssen.

Fortschritt sinnvoll beobachten

Notieren Sie nach jeder Einheit nur drei Dinge: Dauer, gefühlte Sicherheit und Energie danach. Nach vier Wochen ist wichtig, ob Sie regelmäßiger üben, Übergänge ruhiger ausführen und weniger Stütze brauchen. Beweglichkeit und Gleichgewicht verändern sich oft schrittweise; tägliche Tests erzeugen unnötigen Druck. Ein kurzer Vergleich am Ende jeder Woche reicht.

Verbinden Sie die Einheit mit einer bestehenden Gewohnheit, etwa nach dem Morgenkaffee oder vor den Abendnachrichten. Legen Sie Stuhl und Ausdruck sichtbar bereit. Wenn die Motivation niedrig ist, gilt eine Zwei-Minuten-Version als vollständiger Erfolg. Regelmäßigkeit entsteht nicht durch perfekte Tage, sondern durch eine kleine Routine, die auch an müden Tagen möglich bleibt.

Passende nächste Schritte

Häufige Fragen

Wie lange dauern die 18 Übungen?

Je nach Tempo etwa 15 bis 25 Minuten. Ein einzelner Sechserblock dauert ungefähr fünf bis acht Minuten.

Muss die Atmung genau zur Bewegung passen?

Nein. Anfänger sollten zuerst frei atmen. Die feinere Koordination kann später entstehen.

Ist Qigong 18 Übungen für Anfänger dasselbe wie Shibashi?

Der Name Shibashi wird oft für diese 18er-Folge verwendet; Schulen können Reihenfolge und Benennung leicht verändern.

Kann man nur sechs Übungen machen?

Ja. Ein sauber geübter Block ist sinnvoller als eine hektische vollständige Folge.

Wie beginne ich mit Übungen Qi Gong Anfänger?

Wählen Sie vier einfache Bewegungen, üben Sie fünf bis zehn Minuten und wiederholen Sie eine Woche lang dieselbe Reihenfolge. Erst danach kommen neue Bewegungen hinzu.

Kann man Qigong Taiji miteinander verbinden?

Ja. Qigong eignet sich als ruhige Vorbereitung; anschließend kann eine kurze Tai-Chi- oder Taiji-Folge geübt werden. Beide Teile sollten zusammen nicht so lang werden, dass die Technik unruhig wird.

Was ist bei Qi Gong Tai Chi besonders wichtig?

Beide Formen brauchen kontrollierte Gewichtsverlagerung, weiche Knie, freie Atmung und ein Tempo, in dem Sie jederzeit sicher stoppen können.

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